KJ² Food GmbH — Düsseldorf Großhandel · Import · Export
Food
GmbH
Start / Qualität & Zertifikate

Qualität ist das,
was nachweisbar
bleibt.

Ein Zertifikat an der Wand sagt wenig darüber, was passiert, wenn eine Analyse auffällig ist. Diese Seite beschreibt deshalb nicht nur, was wir haben, sondern auch, was wir im Ernstfall tun.

01 — Qualitätsmanagement

Ein System, das
Entscheidungen vorwegnimmt.

Damit im Ernstfall niemand improvisieren muss.

Unser Qualitätsmanagement folgt einem einfachen Grundsatz: Jede Regel muss vor dem Fall geschrieben werden, in dem sie unbequem wird. Sonst wird sie im Einzelfall verhandelt, und zwar immer zulasten der Ware.

Konkret heißt das: Für jede Warengruppe existiert ein Prüfplan mit festgelegten Parametern, Grenzwerten, Prüfhäufigkeiten und Eskalationsstufen. Wer eine Charge sperren darf, ist definiert. Wer sie wieder freigeben darf, ebenfalls — und es ist nicht dieselbe Person, die sie eingekauft hat.

Prüfpläne
Je Warengruppe und Herkunft, risikobasiert nach Lieferantenhistorie und bekannten Auffälligkeiten der Region
Lieferantenbewertung
Jährlich, gewichtet nach Termintreue, Spezifikationstreue, Reklamationsquote und Reaktionsverhalten
Sperrung
Bei Abweichung sofort und ohne Rücksprache mit dem Einkauf. Freigabe nur durch die Qualitätssicherung.
Rückstellmuster
Je Charge, sechs Monate aufbewahrt, bei Tiefkühlware bis zum Ende der Haltbarkeit
Interne Prüfung
Jährliches Selbstaudit entlang der eigenen Prüfpläne, dokumentiert mit Maßnahmenplan
Laborprobe einer Lebensmittelcharge mit Etikett und Chargennummer unter kaltem Licht.
Rückstellmuster mit Chargennummer, Prüfplan nach HerkunftsrisikoQS-LABOR
02 — Lebensmittelsicherheit

HACCP ist kein Ordner.
Es ist eine Reihenfolge.

Gefahren erkennen, kritische Punkte festlegen, überwachen, korrigieren, belegen.

Kritischer PunktGefahrGrenzwertÜberwachungKorrektur
Wareneingang TiefkühlUnterbrechung der KühlketteKerntemperatur ≤ −15 °CMessung je Sendung, Logger auslesenSperrung, Bewertung durch QS
Wareneingang KühlwareMikrobielles Wachstum2 bis 8 °C je ProduktvorgabeMessung je Palette bei AnlieferungSperrung, Rückweisung
Rückstände pflanzlichÜberschreitung HöchstgehaltRechtlich zulässiger HöchstgehaltAnalyseplan nach HerkunftsrisikoSperrung, Meldung, Ursachenklärung
AllergeneKreuzkontakt bei UmpackungKeine nicht deklarierte VerschleppungReinigungsprotokoll, Trennung der LinienLinienstopp, Reinigung, Freigabe neu
FremdkörperPhysikalische GefahrKeine FremdkörperSichtkontrolle, optische Sortierung beim LieferantenSperrung, Nachsortierung oder Rückweisung
Warentrennung Bio / HalalVermischung, FehldeklarationVollständige TrennungLagerplatzführung, SiegelkontrolleSperrung, keine Umdeklaration

Auszug aus dem HACCP-Plan · vollständige Fassung auf Anfrage für Geschäftspartner

03 — Zertifizierungen

Was wir halten,
und was unsere Lieferanten halten.

Wir unterscheiden das bewusst. Beides ist für Sie relevant, aber nicht dasselbe.

Nicht belegt — vor Veröffentlichung prüfen

Für die KJ² Food GmbH ist keine der unten genannten Zertifizierungen nachgewiesen. Eine Zertifizierung zu behaupten, die nicht besteht, ist wettbewerbsrechtlich abmahnfähig. Jeden Eintrag entweder mit Zertifikatsnummer und ausstellender Stelle belegen oder ersatzlos löschen.

Wie wir arbeiten

Grundsatz 01

Prüfplan je Warengruppe

Für jede Warengruppe und Herkunft sind Parameter, Grenzwerte und Prüfhäufigkeit schriftlich festgelegt. Die Prüfdichte richtet sich nach dem Risiko der Herkunft und der Historie des Lieferanten.

Grundsatz 02

Freigabe getrennt vom Einkauf

Wer eine Charge sperrt und wer sie wieder freigibt, ist festgelegt — und es ist nicht die Person, die sie eingekauft hat.

Grundsatz 03

Rückstellmuster je Charge

Von jeder Charge wird ein Muster zurückgestellt und aufbewahrt. Damit lässt sich eine Beanstandung auch Wochen später noch gegen den Auslieferungszustand prüfen.

Grundsatz 04

Getrennte Warenführung

Bio- und Halal-Ware laufen über eigene Lagerplätze und eigene Kommissionierwege. Wird eine Charge gesperrt, wird sie nicht umdeklariert.

Anforderungen an unsere Lieferanten

StandardGilt fürAnforderung
IFS Food / BRCGSVerarbeitende BetriebeVerpflichtend für Eigenmarke und Verarbeitungsware
GLOBALG.A.P.Erzeuger Obst und GemüseVerpflichtend, GGN wird je Charge erfasst
GRASPErzeuger mit SaisonarbeitskräftenVerpflichtend für Handelskunden mit Sozialanforderung
MSC / ASCFisch und AquakulturFür zertifizierte Positionen inklusive Handelskettenzertifikat
EG-ZulassungBetriebe für tierische ErzeugnisseVerpflichtend, Nummer wird vor jeder Verladung geprüft
Halal-ZertifikatSchlachtbetriebe und VerarbeiterAnerkannte Stelle, Gültigkeit je Charge geprüft
Bio-ZertifikatErzeuger und Verarbeiter Bio-WareGültig zum Zeitpunkt der Erzeugung, COI bei Drittlandsware
04 — Rückverfolgbarkeit

Eine Losnummer,
die ganze Kette.

Probieren Sie es hier aus. Die Demonstration nutzt drei hinterlegte Beispielchargen.

Beispiele: · ·

Geben Sie eine Losnummer ein oder wählen Sie ein Beispiel.
Angezeigt werden Erzeuger, Erntedatum, Verarbeitung, Temperaturverlauf, Zollvorgang und Freigabe.
Im Echtbetrieb greift diese Abfrage auf unser Warenwirtschaftssystem zu.

Eine Stufe vor, eine zurück reicht uns nicht.

Rechtlich genügt die Rückverfolgbarkeit zum direkten Vorlieferanten. Wir führen die Kette bis zum Erzeuger und zum Erntedatum, weil im Krisenfall genau das die Frage ist.

Rückrufübung einmal jährlich.

Wir simulieren einen Rückruf mit Zeitmessung: Ziel ist die vollständige Identifikation aller betroffenen Empfänger innerhalb von vier Stunden. Das Ergebnis wird dokumentiert.

Auskunft innerhalb eines Arbeitstags.

Fragen Sie zu einer gelieferten Charge nach, erhalten Sie die vollständige Akte spätestens am nächsten Arbeitstag. Ohne Rückfragen, warum Sie das wissen wollen.

Wir schicken Ihnen
gern die Nachweise.

Zertifikate, HACCP-Plan im Auszug, Musterlieferschein und ein Beispiel einer vollständigen Chargenakte. Auf Anfrage an Geschäftspartner.